Die Geschichte von “TKKG”

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Am 17. März 2017 war es so weit: Die 200. Folge von “TKKG” wurde veröffentlicht. Seit 1979 verzeichnet die Serie um die vier Protagonisten Tarzan/Tim, Karl, Klößchen und Gaby nebst Cockerspaniel Oskar stetig neue Leser und Hörer. Viele derer, die von Anfang an dabei sind, lieben die Serie noch heute. Das ist Grund genug, diese Buch- und Hörspielreihe mal näher unter die Lupe zu nehmen. Daher starten wir ab heute mit der Themenwoche “TKKG”. Wie hat alles angefangen? Und wie hat sich die Serie bis heute entwickelt? Das sind Fragen, die an diesem ersten Thementag geklärt werden sollen. Nun also: „Die Geschichte von TKKG“.

Ende der 70er war Rolf Kalmuczak ein bekannter Thriller- und Krimiautor (z.B. für Jerry Cotton). Er schrieb außerdem als Reporter für den “Stern”.
Sein Agent stachelte ihn an, bei einem Wettbewerb um eine neue Jugendserie anzutreten,
worauf sich Kalmuczak eher zähneknirschend einließ. Was viele nicht wissen, ist, dass die Ursprungsidee von “TKKG” nicht von Kalmuczak, sondern von Egon Fein kam, der das Grundkonzept “TKKG” schuf und eben für diese Jugendserie einen Autor suchte.
Kalmuczaks Ziel innerhalb der Serie war, der Jugend zu zeigen, „dass das Leben viel schöner ist, wenn man sich engagiert, sich einmischt, hinterfragt und mit offenen Augen durch die Welt geht!“ (Zitat aus einem Interview mit R. Kalmuczak).
Die Serie sollte von vier Freunden handeln und ursprünglich auch den Titel „Die vier Freunde“ tragen.
Da aber die Serie „Fünf Freunde“ von Enid Blyton bereits in aller Munde war, entschied Kalmuczak aus der Not heraus, die Serie nach den Anfangsbuchstaben der Charaktere zu nennen. Damit war “TKKG” geboren und die ersten fünf Bücher wurden 1979 auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt.
Sich selbst gab Kalmuczak das Pseudonym Stefan Wolf, da dieser Name von Kindern und Jugendlichen leichter in Erinnerung behalten werden kann.
Die Bücher erschienen zunächst beim Verlag „Pelikan“, später dann bei „Random-House“.
Doch bei den Büchern sollte es nicht bleiben.

Die erste Folge „Die Jagd nach den Millionendieben“ wurde 1981 vom Hörspiellabel Europa vertont.
Produktion und Regie übernahm Heikedine Körting, die Hörspielbearbeitung H.G. Francis.
Im ersten Jahr erschienen fünf Folgen und der Schnitt von ca. vier bis sechs Erscheinungen pro Jahr wird bis heute gehalten.
Die Zielgruppe der Hörspiele sollten Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren sein.
Die Charaktere (auf deren Entwicklung in den nächsten Tagen noch eingegangen wird) setzen sich aus den vier grundverschiedenen Hauptpersonen Tarzan/Tim (Sascha Draeger), Karl (Niki Nowotny/Tobias Diakow), Klößchen (Manou Lubowski) und Gaby (Veronika Neugebau-er/Scarlet Carvadenti/Rhea Harder-Vennewaldt) zusammen.
Während Tim der sportliche und starke Anführer der TKKG-Bande ist, nimmt Karl den Platz des intelligenten Jungen mit „Computergehirn“ ein. Klößchen hingegen zeichnet sich durch Bauernschläue, Reichtum (ohne dabei abgehoben zu sein) und seinen erhöhten Schokoladen-konsum aus. Gaby ist die einzige weibliche Rolle, die sich vor allem in den ersten Folgen dadurch auszeichnet, dass sie die Tochter von Kommissar Glockner ist und somit das Bindeglied zur Polizei darstellt.
Durch das Alter der vier Freunde (das Alter variiert noch in den ersten Folgen, wird dann später aber auf 14 Jahre festgelegt) birgt die Serie ein hohes Identifikationspotential für Kinder und Jugendliche. Die detektivische Arbeit schafft zusätzlich ein großes Interesse. Somit wurde die Reihe schnell zu einem großen Erfolg.

1985-1987 wurde die 12-teilige Fernsehserie „Ein Fall für TKKG“ für das ZDF produziert.
1992 kam der erste Film „Ein Fall für TKKG: Das Drachenauge“ in die Kinos.
1998-2002 lief im KiKa das TV-Format „TKKG: Der Club der Detektive“.
2006 kam der zweite Kinofilm „TKKG und die rätselhafte Mind-Machine“ heraus.
2014 startete die 26-teilige Zeichentrickserie „Ein Fall für TKKG“ des ZDF im KiKa.

Bis 1994 wurden die Hörspiele ausschließlich auf MC (Teil 1-12 auch auf LP) produziert.
Mit Folge 87 „Der böse Geist vom Waisenhaus“ erschien das erste Mal eine TKKG-CD.

1997 vermeldete „Pelikan“ das 10millionste verkaufte TKKG-Buch.

Stefan Wolf verfasste von 1979-2007 die ersten 107 Folgen, bis er leider aufgrund schwerer Krankheit verstarb.
Seitdem wird die Reihe von mehreren Autoren weitergeführt.

Zu den nachfolgenden Buch- und somit auch Hörspielautoren gehören:

  • André Minninger (seit Band 109)
  • André Kussmaul (seit Band 108)
  • Corinna Harder (seit Band 111)
  • Veronika Hampl (seit Band 113)
  • Herbert Friedmann (seit Band 001 in der Neuauflage).

Zu den Hörspiel-/ Manuskriptautoren gehören:

  • Stefan Wolf
  • André Minninger
  • H.G. Francis
  • Kai Schwind (Folge 175)
  • Katja Brügger (Folge 181)
  • Veronika Hampl (Folge 194)
  • Martin Hofstetter (182-193/ 195-aktuell)

Speziell ist dabei Folge 139 “Oskar jagt die Drogendealer”, die von Schülerinnen und Schülern der Klasse 5a der Realschule Halle/Westfalen in einem Schulwettbewerb verfasst wurde. Insgesamt wurden bei dieser Schulaktion 1165 Manuskripte eingesandt.

Ein Gedanke zu „Die Geschichte von “TKKG”

  1. TKKG – das sind die Anfangsbuchstaben der vier Titelhelden: Tim, der seinen Spitznamen Tarzan, unter dem er in vielen Abenteuern berühmt geworden ist, inzwischen abgelegt hat, Karl, Klößchen und Gaby. Und Oskar ist natürlich auch immer dabei, denn der lustige und treue Cocker-Spaniel gehört genauso zu dieser verschworenen Gemeinschaft gegen das Unrecht. Sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, sind immer fröhlich und Kameradschaft ist für sie selbstverständlich.

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