Peter Groeger im Alter von 84 Jahren verstorben

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Die Hörspielwelt befindet sich wieder in großer Trauer. Am 16.01.2018 verstarb der Schauspieler, Regisseur, Synchron- und nicht zuletzt auch Hörspielsprecher Peter Groeger im Alter von 84 Jahren.

Der am 01.06.1933 geborene Groeger wuchs in Gröbzig bei Köthen auf.
In der Fernsehwelt ist er vielen noch bekannt als Richard Graf in „Gute Zeiten, schlechte
Zeiten“, als Synchronstimme des Barkeepers Quark aus „Stark Trek: Deep Space Nine“ oder
auch in diversen Rollen in DEFA-Filmen.
Ab 1968 produzierte Groeger als Regisseur mehr als 500 Inszenierungen für den Rundfunk
der DDR.
In der Hörspielwelt kennt man seine Stimme insbesondere seit 2003 in der Rolle des Dr.
Watson an der Seite von Christian Rode als Sherlock Holmes. Peter Groeger war auch der erste Deutsche, der diese Rolle in einer Hörspielumsetzung von allen 60 Kanon-Fällen (alle Fälle aus der Feder von Sir Arthur Conan Doyle) spielte.
Seit 2012 verkörpert er wieder die Rolle des Dr. Watson in der von „All Score Media“ für „Roman-truhe Audio“ produzierten Reihe “Sherlock Holmes: Die neuen Fälle”.
In Umberto Ecos Werk „Der Name der Rose“ stand er am 20.12.2017 das letzte Mal auf der
Theaterbühne am Berliner Kriminal-Theater.

In tiefer Trauer gelten unsere Gedanken der Familie und den Freunden Peter Groegers und
wir verneigen uns vor seinem Schaffen in der Hörspielwelt.

5 thoughts on “Peter Groeger im Alter von 84 Jahren verstorben”

  1. Ich habe gerade mal wieder meine Kassette mit Paschlewwer Jeschichten angehört. Anrührend, wie Peter Groeger rüberbringt, dass de Schwalm widder da sin. Vor 20 Jahren hat er einige “Anhältische Dorfjeschichten” im MDR gelesen. Schade, dass keine CD mit der kompletten Lesung erschien, zumal auch diese Mundart ausstirbt.
    Ich schneide auch heute noch auf Kassetten des riesigen Fundus’ von Joachim Dannenberg, bekannter Musiker in Ostberlin, mit, so habe ich manche Kostbarkeit gerettet – wenn auch andere lachen… –
    Vor Jahrzehnten gab es noch einen dritten Schulfreund aus Köthen, der auch Künstler in Berlin wurde. Jung gestorben: Otfried Knorr. Ich wurde über die “Szene” in Berlin per Telefon informiert. Peter Groeger war ja ganz besonders emsig bei der Sache.
    Inzwischen können leider alle drei “oben” ihre Gespräche fortsetzen, die vor mehr als 70 Jahren in der Schule in Köthen begannen. “Weeßte noch?”, so heißt eine Geschichte und die beginnt so: So mennejesma, wemmer dadrewwer nadenkt, wie ma alles war, un wie’snu jeworn is, da ewwerkimmt een’n de Trauer ewwer de Vorännerung …

  2. Ach, verdammt. Da besuche ich eure Seite nach einer kurzen Abstinenz und muß als Erstes diese betrübliche Nachricht lesen. :´-(

    Hab’ vielen Dank, lieber Peter, daß wir über all die Jahre Ihrer warmen und gemütlichen Stimme lauschen durften. Natürlich klingt er mir in seiner Parade-Rolle als Dr. Watson immer noch sehr vertraut in den Ohren und speziell für diese, zusammen mit Christian Rode, so vortrefflich dargebrachte Interpretation der Holmes-Geschichten möchte ich ihm ganz herzlich danken. Ich hoffe, es geht Ihnen gut, wo immer Sie jetzt auch sein mögen, sehr geehrter Peter.

  3. Danke, das Sie Ihr Talent für uns so wunderbar eingesetzt haben! Wo immer Sie jetzt auch seien mögen, mögen Sie auch dort ein glückliches Sein haben!

    In ewiger Bewunderung Ihr Daniel V.

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